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DACH-Seminar 2024: handlungsfähig bleiben

19.06.2024

Die digitale Transformation geht einerseits mit systemischen Veränderungen einher. Sie wirkt andererseits im Kleinen und verändert die Handlungsmöglichkeiten. Wie lässt sich Bildung in diesem Spannungsfeld gestalten? Der Blogbeitrag von Wendelin Brühwiler.

Porträt Wendelin Brühwiler
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Autor: Wendelin Brühwiler, Beauftragter Digitalisierung der EDK

Mit diesen Fragen haben sich Bildungsexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Ende Mai in Luzern am DACH-Seminar befasst. Dabei ist nicht alles neu. Der IT-Kompetenz an Schulen und die Weiterbildung des pädagogischen Personals sind über den Einzug vom Personal Computer, Internet und Social Media hinweg schon länger zentrale Themen im Schulalltag. So ist es auch keine Überraschung, dass diese Themen angesichts der Verbreitung von Machine Learning bzw. Künstlicher Intelligenz wieder auftauchen. Was allerdings neu sein dürfte: Der Möglichkeitsraum und die darin eingelassenen Interessen werden unübersichtlicher. So wird es nicht leichter, Entwicklungen politisch zu diskutieren und rechtlich zu regeln.

Foto aus dem DACH-Seminar
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Wie Behörden in diesem Kontext handlungsfähig bleiben können, skizzierte Martin Bauer anhand des 8-Punkte-Plans für den digitalen Unterricht des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Österreich (BMBWF). Zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz konnten etwa Empfehlungen zentral erarbeitet und verbreitet werden. Dabei verfolgt das BMBWF keine Kultur des Verbots, sondern möchte in erster Linie Effekte aufzeigen. Mit stark nachgefragten Onlinekursen hat man wiederum neue Wege gefunden, die Kompetenzentwicklung und Weiterbildung zu adressieren.

Die Ausgangslage in Deutschland legte Rainer Ballnuß anhand der Digitalisierungsstrategie der Kultusministerkonferenz (KMK) und des DigitalPaktSchule dar. Die KMK hat digitale Kompetenzen bereits 2016 definiert, worauf die Lehrpläne angepasst werden konnten. Ausserdem sind über den DigitalPakt Mittel bereitgestellt worden, die in den Ländern und in länderübergreifenden Projekten eingesetzt werden. So ist bspw. im Bundesland Bremen inzwischen ein Lernmanagement-System eingeführt, das quasi flächendecken genutzt wird.

Identitätsdienste sind zentral

Ein wesentliches Element auf Seiten der Infrastruktur sind die Identitätsmanagement-Systeme. Ohne sie bleibt die Technik in der Anwendung hinter den Möglichkeiten zurück. Zugänge und Berechtigungen können nicht gewährt werden, das Lernprogramm startet nicht, der Kurs wird nicht angerechnet, das Zeugnis wird falsch ausgestellt. Die Identitätsthematik ist deshalb so zentral, weil sich hier die praktische und systemische Ebene verschränken, die Handlungsfähigkeit der Einzelnen und die behördlichen Verantwortungen eng verzahnen. In der Umsetzung sind verschiedene, auf Zuständigkeiten und politische Präferenzen abgestimmte Wege möglich. In der Schweiz wurde mit Edulog der Weg einer «Föderation» lokaler Identitätsdienste gewählt, in Österreich kommt mit der Nutzung der ID Austria eine Lösung im Rahmen einer allgemeinen Verwaltungsidentität zum Zug.

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Weitere Informationen.

Kontakt

Generalsekretariat der EDK
+41 31 309 51 11

 

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